Was kosten liegengebliebene Wartungen Ihren Betrieb wirklich?
Die meisten SHK-Betriebe sehen nur die offensichtliche Spitze: die ausgefallene Wartungspauschale. Der eigentliche Verlust liegt unter der Wasserlinie, im verlorenen Folgegeschäft, in der Kundenabwanderung, im Compliance-Risiko. Dieser Rechner macht ihn präzise sichtbar.
Ihr Betrieb in Zahlen
Alle Felder sind mit realistischen Branchendurchschnitten vorbelegt. Passen Sie nur die Werte an, die Sie kennen, der Rest bleibt ein verlässlicher Schätzwert.
Wartungen / Jahr
Kunden / Jahr
* LTV-Verlust auf das laufende Jahr abgegrenzt (annualisiert über die durchschnittliche Kundenbindungsdauer). Der nominale Lifetime-Verlust ist deutlich höher und wird unten gesondert ausgewiesen.
Wo Sie stehen vs. wo die Branche steht
Marker zeigt Ihren Wert. Die helle Linie ist der Branchenschnitt deutscher SHK-Betriebe, die dunkle Linie das obere Viertel (Best Practice).
Verlust-Komposition
Wie sich Ihr Jahresschaden auf die Hebel verteilt.
Ihre Kennzahlen vs. Branche
Sieben Hebel, die den Wartungsdeckungsbeitrag bestimmen. Schnitt · Best Practice · Ihr Wert
Was bringt eine bessere Erledigungsquote?
Schieben Sie die Quote auf realistische Zielwerte. Best-in-Class-Betriebe erreichen 90 bis 95 %, meist durch bessere Tourenplanung und konsequente Wartungsnachverfolgung.
Stellen Sie Ihre Zielquote ein.
Der Rechner extrapoliert linear: jeder zurückgewonnene Wartungsbesuch zieht Folgegeschäft, Modernisierungschance und Kundenbindung mit sich.
Lohnt sich eine zusätzliche Investition?
Zwei klassische Hebel, durchgerechnet mit Ihren Zahlen. Werte sind Faustformeln, als Diskussionsgrundlage, nicht als Bilanzplan.
Ein zusätzlicher Servicetechniker
Vollkosten inkl. Lohnnebenkosten, Fahrzeug, Werkzeug und Schulung. Wieviel Wartungen lassen sich bei seiner Kapazität zurückholen, und was tragen sie zum Ergebnis bei?
Wartungs-Management-Software
Tourenplanung, automatische Erinnerungen, mobile Erfassung. Erfahrungswerte aus SHK-Implementierungen: +12 %-Pkt. Erledigungsquote und +5 %-Pkt. Folgegeschäftsquote.
Das vergessene Risiko: Compliance
Wenn dokumentierte Wartungsverträge nicht erfüllt werden, kommt zur entgangenen Marge die Haftung dazu, bei Trinkwasser und Schornsteinfeger gesetzlich, beim Endkunden vertraglich.
Was passiert mit Anlagen, deren Pflicht-Wartung ausfällt?
Trinkwasserprüfung, Schornsteinfegerintervalle und F-Gas-Dichtheit sind gesetzlich vorgeschrieben. Wer Wartungsverträge mit diesen Anlagen nicht erfüllt, übernimmt nicht nur die Auftraggeber-Haftung, sondern setzt sich bei Vorfällen auch ordnungswidrigkeits- und strafrechtlich aus.
* Erwartungswert = Anzahl × Vorfallwahrscheinlichkeit × Ø Bußgeld + anteilige Haftungsexposition. Konservative Modellannahme: 850 € je betroffene Anlage und Jahr. Im Einzelfall (Schadensfall) ein Vielfaches.
Drei Schritte, die den größten Effekt haben
Erfahrungswerte aus Beratungsprojekten in SHK-Betrieben: das sind die drei Maßnahmen mit dem besten Verhältnis von Aufwand und Umsatzwirkung.
Wartungs-Erinnerung automatisieren
Zwei Erinnerungswellen (8 Wochen / 2 Wochen vor Termin) per E-Mail/SMS, plus telefonischer Nachfasser bei Nichtreaktion. Hebt die Quote in 90 % der Fälle um 8 bis 15 %-Pkt.
Wartungstouren entlang Routen planen
Statt nach Vertragsdatum nach Geo-Cluster. 15 bis 25 % weniger Fahrtzeit = zusätzliche Wartungskapazität ohne neues Personal. Voraussetzung: digitales Tourenplanungs-Tool.
Folgegeschäft-Quote aktiv steigern
Strukturierte Anlagenbewertung am Ende jeder Wartung (Ampel-System) mit konkreter Angebots-Übergabe. Branchen-Best-Practice: 45 % statt 28 % Folgegeschäftsquote.
Bereit, diese Verluste in Umsatz zu verwandeln?
Die hier gezeigten Zahlen sind ein Branchen-Modell. Ein echtes Potenzialgespräch deckt auf, welche der Hebel in Ihrem Betrieb sofort greifbar sind und welche eine strukturelle Veränderung brauchen.
Branchenkalkulator für SHK-Betriebe in Deutschland. Default-Werte basieren auf öffentlichen ZVSHK-Reports, Beratungsdaten aus dem Mittelstand und Lieferanten-Marktstudien 2024 bis 2026. Die Modellierung erlaubt seriöse Größenordnungen, ersetzt aber keine betriebsindividuelle Analyse.
- WARTUNGSPAUSCHALEBranchenmedian Privat 150 bis 220 € / Gewerbe 280 bis 450 €
- STUNDENSATZBundesschnitt Service-Stunde 75 bis 115 €/h
- FOLGEGESCHÄFTBranchenschnitt 28 %, Best-in-Class 45 %
- ERLEDIGUNGSchnitt 70 bis 75 %, oberes Viertel 90 bis 95 %
- TRINKWVTrinkwasserverordnung §14
- 1. BIMSCHVBundes-Immissionsschutzverordnung
- F-GASE-VOEU-Verordnung 517/2014
- VDI 6023Hygiene in Trinkwasser-Installationen